Alles vergeht, und genau darin liegt Ruhe
„Alles hat ein Ende – das Glück wie die Last. Doch jedes Ende birgt die Chance auf etwas Neues.“
Iris saß mit ihren Freunden am Strand. Das Feuer knisterte, und die Stimmen vermischten sich mit dem Rauschen der Wellen. Sie wusste, dass dieser Urlaub am nächsten Morgen vorbei sein würde, und ein Teil von ihr klammerte sich an den Moment, als könne sie ihn festhalten.
Gleichzeitig erinnerte sie sich an eine schwere Zeit, die sie vor einigen Monaten durchgestanden hatte – auch diese war zu Ende gegangen, obwohl sie damals dachte, sie würde ewig dauern. Sie spürte, wie der Rhythmus der Wellen sie daran erinnerte, dass alles Bewegung ist. Und in dieser Bewegung liegt Trost: Nichts bleibt, wie es ist, und genau das schenkt Möglichkeiten.
Dieser Gedanke ließ sie innerlich lächeln. Die Enden sind nicht nur Abschiede, sondern Übergänge. Während die Flammen im Sand langsam erloschen, fühlte sie weder Trauer noch Angst, sondern leise Dankbarkeit für das, was war, und stille Neugier auf das, was kommen würde.
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Aus dem Buch „Selbstfürsorge in kleinen Momenten“