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Wer immer für andere da ist, darf auch selbst getragen werden

 

„Fürsorge fließt in beide Richtungen: Wer gibt, darf auch empfangen, ohne Schuld zu spüren.“

 

Sie stand in der kleinen Gemeinschaftsküche des Wohnheims, während die Kaffeemaschine leise summte. Ein junger Mann vor ihr griff nach Zucker, bemerkte, dass sie zögerte, und reichte ihr wie selbstverständlich eine Tasse. Für einen Moment hielten sie Blickkontakt, und ein stilles Verständnis entstand: Hier musste niemand stark oder perfekt sein.

Sie setzten sich an einen kleinen Tisch, tranken Tee und tauschten Geschichten über kleine Rückschläge und alltägliche Sorgen aus. Die Zeit verging unbemerkt, während jedes Wort eine kleine Brücke zwischen ihnen schlug.

Es war kein großes Ereignis, nur ein stiller Austausch von Aufmerksamkeit und Wärme. Doch in ihr wuchs das Gefühl, dass auch sie Fürsorge empfangen durfte.

Als sie später die Tasse abstellte, blieb das angenehme Gewicht dieser Verbindung in ihrer Brust – eine leise Erinnerung daran, dass Geben und Empfangen Teil desselben Kreises sind.

 


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Aus dem Buch „Selbstfürsorge in kleinen Momenten“

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