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Manche Abschiede geschehen, bevor die letzten Worte gesprochen sind
„Wie oft sagen wir ‚Auf Wiedersehen‘, doch im Herzen flüstern wir ‚Lebe wohl‘.“
Sie standen an der Tür, als wäre es ein gewöhnlicher Abschied. Er lächelte geübt, sie nickte still, beide bemüht, die Fassade der Normalität aufrechtzuerhalten. Ein letzter Blick traf den anderen für einen Moment. Doch in ihren Blicken lag etwas, das kein Wort tragen konnte – eine Schwere, die nur dann entsteht, wenn man weiß, dass ein Kapitel endgültig endet.
„Auf Wiedersehen“, sagte er, fast automatisch, als würde das Wort den Schmerz mildern. Doch tief in ihr hallte ein anderes: „Lebe wohl.“ Ein Satz, den man selten laut ausspricht, weil er zu endgültig klingt, zu ehrlich in seiner Endgültigkeit.
Als er ging, blieb eine Stille zurück, die lauter war als jedes Geräusch. Sie wusste, dass sein Schatten nicht mehr über diese Türschwelle fallen würde. Und während sie die Klinke noch in der Hand hielt, spürte sie, dass Loslassen manchmal bedeutet, Worte nicht zu sagen – und trotzdem zu fühlen, dass sie wahr sind.
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Aus dem Buch „Selbstfürsorge in kleinen Momenten“