Manchmal genügt eine kleine Geste, um Licht in den Tag zu bringen
„Ein kleiner Akt der Freundlichkeit kann einen Tag völlig verändern.“
Der Regen fiel sanft auf die Straße, als ein pensionierter Herr an der Bushaltestelle stand, den Kragen hochgeschlagen. Eine Schülerin, kaum sechzehn, bemerkte ihn, hielt kurz inne und stellte ihren Schirm so über beide, dass ein kleiner Schutz entstand. Sie lächelte kurz, kein Wort nötig.
Der Bus kam, er stieg ein und warf ihr einen dankbaren Blick zu, der alles sagte. Im Bus wischte er sich verstohlen eine Träne aus dem Augenwinkel. Der Tag war derselbe geblieben – nur leichter, als hätte jemand einen unsichtbaren Stein aus seiner Tasche genommen.
Auf dem Heimweg lächelte er fremden Menschen zu, ohne es zu merken. Ein warmes Gefühl der Verbundenheit breitete sich in ihm aus. Unter den grauen Wolken fühlte es sich an, als hätte die Sonne einen Moment lang vorbeigeschaut.
Zu Hause setzte er sich, kochte sich eine Tasse Tee und dachte daran, wie wenig es manchmal braucht, um wieder Mensch zu sein.
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Aus dem Buch „Selbstfürsorge in kleinen Momenten“