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Trauer braucht Raum, damit Liebe in Erinnerung bleiben kann
„Wer trauert, offenbart nicht Hilflosigkeit, sondern die Spuren eines Herzens, das geliebt hat.“
Als Monikas Großmutter starb, fühlte sie sich wie aus der Zeit gefallen.
Freunde versuchten, sie aufzuheitern, mit Sätzen wie: „Sie hatte doch ein langes Leben.“ Doch jedes Mal spürte Monika, dass ihre Tränen nicht wirklich willkommen waren. Also schluckte sie sie hinunter und tat, als ginge es ihr gut.
Erst Wochen später, als sie allein durch den Garten ihrer Großmutter ging, brachen die Gefühle hervor. Sie setzte sich auf die alte Holzbank, auf der sie früher oft zusammen gesessen hatten, und ließ die Tränen einfach fließen.
Zum ersten Mal spürte sie, dass es nicht darum ging, stark zu wirken – sondern darum, den Schmerz zu würdigen, weil er ein Ausdruck der Liebe war.
In diesen stillen Momenten entstand eine neue Nähe: nicht durch das Festhalten, sondern durch das Annehmen des Verlustes. Trauer zuzulassen, schenkte ihr Frieden – und die Erinnerung wurde leichter zu tragen.
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Aus dem Buch „Selbstfürsorge in kleinen Momenten“