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Ein schlechtes Gewissen kann uns zeigen, was uns wichtig ist
„Ein schlechtes Gewissen bleibt, auch wenn wir unsere Worte gern zurücknehmen würden.“
Sie stand in einer langen Warteschlange vor der Kasse. Das Gedränge war spürbar, und die Stimmung unruhig. Ein Mann drängte sich nach vorne, und ohne lange nachzudenken, entfuhr ihr ein scharfer Kommentar, der lauter Klang, als sie es wollte. Einige lachten zustimmend, andere schauten überrascht – und für einen Moment fühlte sie sich im Recht.
Doch kaum war die Situation vorbei, breitete sich in ihr ein unangenehmes Gefühl aus. Sie spürte, dass ihre Worte nicht nur den Mann getroffen hatten, sondern auch ihr Herz schwer machten. Es war nicht Bosheit gewesen, eher der Reflex, sich zu behaupten – aber das schlechte Gewissen meldete sich sofort.
Sie dachte lange darüber nach, ob es nicht einen ruhigeren, klareren Weg gegeben hätte, ihre Grenze zu zeigen. In diesem Nachklang erkannte sie, dass das schlechte Gewissen manchmal keine Strafe, sondern eine Erinnerung ist – daran, wie sie selbst gern behandelt werden möchte.
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Aus dem Buch „Selbstfürsorge in kleinen Momenten“