Manchmal spricht die Stille deutlicher als der Lärm
„Innere Ruhe ist oft lauter als jedes laute Leben.“
Es gab Zeiten, da war ich ständig unterwegs. Termine, Treffen, To-dos. Mein Kalender war voll, mein Kopf auch. Ich dachte, das sei Leben: laut, schnell, sichtbar. Doch an diesem Nachmittag merkte ich plötzlich, wie schwer mich das ständige Rennen machte.
Dann kam ein Nachmittag, an dem ich nichts tat. Kein Ziel, kein Plan. Nur ich, ein Fenster, durch das das Licht fiel, und das leise Ticken der Uhr. Zuerst fühlte es sich falsch an, zu ruhig. Meine Gedanken wurden leiser, und ich begann, die kleinen Details um mich herum wahrzunehmen.
Doch nach und nach breitete sich etwas aus, das ich lange nicht gespürt hatte – Frieden. Kein Feuerwerk, kein Applaus. Es war ein Moment der Klarheit, der mir zeigte, dass Ruhe nicht Leere bedeutet. Nur ein ruhiges Ankommen in mir. Es war, als hätte ich mir selbst endlich zugehört.
Seitdem weiß ich: Innere Ruhe ist kein Mangel an Leben. Sie ist Leben, das nicht schreien muss, um da zu sein.
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Aus dem Buch „Selbstfürsorge in kleinen Momenten“