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Nicht alles, was uns schwerfällt, müssen wir bis zum Ende tragen

 

„Nicht alles, was schwer ist, muss durchgestanden werden. Manches darf einfach gehen.“

Sie hatte lange versucht, es zu halten. Den Job, die Beziehung, die Erwartungen. Alles wirkte stabil von außen, aber innen war es schwer geworden. Zu schwer.

Es war nicht ein einziger Moment, der alles veränderte. Eher viele kleine, unscheinbare Augenblicke. Das leise Seufzen, wenn sie morgens aufstand. Die Müdigkeit, die blieb, obwohl sie schlief. Die Gedanken, die sich im Kreis drehten.

Und dann kam ein Morgen, an dem sie die Tasche nicht packte. An dem sie nicht zur Arbeit fuhr. An dem sie zum ersten Mal nicht gegen das Gefühl ankämpfte, sondern es einfach zuließ.

Sie spürte, wie eine Last von ihr fiel, ohne dass sie etwas loslassen musste. Leichter Frieden breitete sich aus, den sie lange nicht gefühlt hatte.

Ein leiser Abschied. Kein Drama, keine Schuld. Nur die Erkenntnis: Es war genug.

Später sagte jemand: „Du warst mutig.“

Sie dachte: Es war kein Mut. Es war Erschöpfung, die irgendwann in Klarheit umschlug.


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Aus dem Buch „Selbstfürsorge in kleinen Momenten“

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