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Weitergehen heißt nicht, immer schnell voranzukommen

 

„Du darfst zögern, du darfst sanft voranschreiten – entscheidend ist, dass du deinem Weg treu bleibst.“

Eine junge Frau saß am Rand eines kleinen Parks, die Schuhe voller Staub, das Herz schwer. Der Job zehrte, die Familie forderte, ihr eigener Raum schrumpfte täglich. Früher rannte sie durch die Tage, wollte allem gerecht werden – sich selbst inklusive.

Doch heute saß sie einfach da. Kein Ziel, kein Plan. Nur sie, eine Bank und das Rascheln der Blätter. Ihre Gedanken kreisten wie Vögel: Was hatte sie erreicht? Wo war sie stehen geblieben? Und durfte sie das überhaupt – einfach stehen bleiben?

Eine ältere Dame, die vorbeikam, blieb kurz stehen, lächelte sie an und sagte leise: „Man muss nicht immer stark sein. Manchmal reicht es, nicht aufzugeben.“

Die Worte blieben hängen, wie ein Pflaster auf einer Wunde, die nicht mehr bluten musste. Vielleicht war Weitermachen nicht dasselbe wie Funktionieren. Vielleicht war es auch Mut, langsam zu gehen.

Sie atmete tief ein, lehnte sich zurück – und ging später weiter, langsamer, aber fester.


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Aus dem Buch „Selbstfürsorge in kleinen Momenten“

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